Leitung des Feuerwehrblasorchesters

Die Leitung des Feuerwehrblasorchesters setzt sich aus drei Personen zusammen.

Jutta Reineking obliegt die Gesamtverantwortung sowie die organisatorische Leitung.

Dominik Meinking obliegt die musikalische Leitung.

Kristina Helms obliegt die organisatorische Leitung des Jugendblasorchesters.

Ferner wird das Feuerwehrblasorchester durch Claus Harmening, Silke Steinbrink als Instrumentenwartin sowie Helmut Brauer, Joshua Knieriem, Lilli Knieriem, Pheline Knieriem, Annabel Müller und Rolf Schwecke als Notenwarte unterstützt.

Chronik

Auf der Gründungsversammlung am 10. Februar 1910 im Schuckmannschen Gasthaus in Anemolter wurde der Bläserchor des Kriegerverein Anemolter-Schinna gegründet. Nach Aufstellen einer Satzung wurde in dieser Mitgliederversammlung beschlossen, die Instrumente bar zu bezahlen. Die noch vorrätigen 300,00 DM sollen aus der Sparkasse entnommen werden. Der dann noch fehlende Betrag wird von Kamerad Heinrich Wieking und Kamerad Friedrich Schuckmann angeliehen.

Die Regie übernahm der damalige „1. Lehrer und Kantor“ Wilhelm Steinbeck. Dieser hat die Musik in die Dörfer getragen. In der Schule betreute er u. a. noch eine Mundharmonikagruppe und eine Gesanggruppe. Als 1934 Wilhelm Steinbeck pensioniert wurde kam sein Sohn Franz Steinbeck als Nachfolger. Auch er hat neben seinem Beruf die vorgenannten Gruppen weiter geleitet und noch erweitert mit einigen Ziehharmonikaspielern.

Die Kriegervereinskapelle war bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges stets ein gern gesehener und gehörter Klagkörper bei Veranstaltungen und Umzügen in den beiden Orten Anemolter und Schinna. Außerdem wirkte sie mit bei Beerdigungen von Kriegerkameraden und Feiern am Ehrenmal. Die Übungsabende fanden im sogenannten „Heim“ statt. Das war die ehemalige Abtei, welche von der Familie Wecken zur Verfügung gestellt wurde. Der Zweite Weltkrieg hatte nicht nur das Vereinsleben, sondern auch das Wirken in der Musik unterbrochen.
In den ersten Jahren nach dem Kriege fehlte hier die Kapelle. Der damalige Brandmeister von Schinna Heinrich Barg setzte sich sehr dafür ein, die Kapelle wieder ins Leben zu rufen.

So wurde 1950 aus der Kriegervereinskapelle eine Feuerwehrkapelle. Von den ehemaligen wirkten Friedrich Buhrkuhl aus Anemolter und Heinrich Riefe aus Schinna wieder mit und waren wesentlich an der Gründung beteiligt. Außerdem kamen als Anfänger hinzu: Herbert Sander, Erich Simon, Gerlach Wecken, Wilhelm Mohrmann, Wilhelm Lührmann, Dietrich Dehnekamp, Adolf Waltl, Heinz Imkenberg und Gerhard Busch. Die Instrumente wurden nach der Instandsetzung wieder genutzt. Geübt wurde im Gasthaus Wallbaum (ehemals Fröhlich) in Schinna. Herr Gatzemeier aus Stolzenau übernahm die Leitung und gab sich sehr viel Mühe mit den Anfängern.

Die erste Teilnahme am Stolzenauer Schützenfest erfolgte in 1956 und ist seitdem ein fester Termin. In den ersten Jahren gaben einige Kameraden wieder auf und die Besetzung nahm ab. Auf Initiative von Fritz Nietfeld wurden einige Kameraden aus der sich auflösenden Feuerwehrkapelle Liebenau in die Feuerwehrkapelle Anemolter-Schinna eingegliedert. Weitere Kameraden der Stolzenauer Kapelle folgten. Diese wurden von Fritz Nietfeld persönlich zu den Übungsabenden gefahren. Es entstand die sogenannte „NATO-Kapelle“, die sich aus vielen Musikern aus mehreren Orten zusammen setzte.

In den 60er Jahren spielte die Kapelle regelmäßig in Bremen, Sulingen und Mellinghausen. Nach und nach zogen sich die letzten der Gründergeneration aus gesundheitlichen Gründen zurück, sodass jüngere Feuerwehrleute nachrücken mussten. Im Jahr 1979 lief ein Volkshochschulkursus für Blechblasinstrumente, an dem 10 Personen aus der Umgebung teilnahmen, u. a. Enno Schomerus, Hans-Jürgen Thielking, Lutz Meinking, die Familie Seiler und Bernd Müller. Acht dieser Musiker legten den Grundstein für das jetzige Blasorchester. Die musikalische Leitung übernahm Ulrich Schmidt aus Wellie. Nach Übernahme der technischen Leitung Anfang der 80er Jahre durch den Rektor Ulrich Seiler bekam, aufgrund seines unermüdlichen Engagement, die Feuerwehrkapelle weiteren jungen Zuwachs beiderlei Geschlechts. Den ersten großen Zuwachs an Kindern und Jugendlichen erhielt die Kapelle aufgrund einer Flugblattaktion in 1986. Nachdem Ulrich Schmidt die musikalische Leitung in 1989 niederlegte, nahm der Landesschulungsleiter Karl Münter dieses Heft in die Hand.

Die Ausbildung von Jugendlichen, Erwachsener und der Kapelle wurde forciert.

Im Rahmen dieser personellen Änderung erfolgte auch die Umbenennung in „Feuerwehrblasorchester Anemolter-Schinna“ sowie einige musikalische Umstellungen im Repertoire und in der Organisation. Den Erfolg krönten die Belegungen von vorderen Plätzen bei den Landesmeisterschaften für Musikzüge in Rastede im Jahre 1996.
In 1998 übernahm der Berufsmusiker Walter Böttcher aus Rodenberg die musikalische Leitung des Blasorchesters und übergab in 2007 ein über die Jahre sehr verjüngtes Blasorchester.
Im Laufe des Jahres 2000 wurde aufgrund der großen Nachfrage von Jugendlichen an der Musik ein Jugendblasorchester gegründet. Die Leitung und Ausbildung übernahm Jürgen Wehrse aus Nendorf, der dieses Amt bis 2012 mit großen Engagement und Einsatz ausübt.
Nach langjährige Tätigkeit im Amt als technischer Leiter/Vorsitzender gab Ulrich Seiler das Amt im Jahre 2000 anlässlich des Stolzenauer Schützenfestes mit einer Schwimmeinlage im Mühlenteich ab.
Das Amt des Vorsitzenden übernahm im Anschluss daran Burkhard Marczewski aus Anemolter, welches er im Jahre 2003 aus beruflichen Gründen an Olaf Meyer weitergab. Aufgrund einiger personeller Ausfälle aus beruflichen und krankheitsbedingten Gründen war im Jahre 2007 die komplette Umstellung des Vorstandes erforderlich.
Olaf Meyer, der das Amt des Vorsitzenden bis dahin bekleidete, gab es an die langjährigen Mitglieder Birgit Rileit, Martina Arndt und Britta Feegel als gleichberechtigte Vorsitzende ab.
Im April 2007 übernahm Jürgen Wehrse aus Nendorf die Übungsleitung des gesamten Blasorchesters Anemolter-Schinna. Nachdem Jürgen Wehrse aus gesundheitlichen Gründen das Amt des musikalischen Leiters im Sommer 2012 niederlegen musste, übernahmen Dominik Meinking und Michael Lange dieses. Seit Juni 2013 ist Dominik Meinking für die musikalische Leitung verantwortlich. Neu aufgestellt wurde die Jugendabteilung des BOAS. Seit August 2012 sind 25 Kinder und Jugendliche im Blasorchester aktiv. Diese werden von den eigenen Mitgliedern des Orchesters ausgebildet. Im September 2013 übernahm Jutta Reineking die Leitung des Blasorchesters Anemolter-Schinna, da Britta Feegel, Martina Arndt und Birgit Rileit ihre Ämter zur Verfügung stellten. Ihr zur Seite stehen Claus Harmening, Dominik Meinking als musikalischer Leiter, Kristina Helms, die mit den Aufgaben für die Jugendarbeit vertraut ist, Helmuth Dörge als Instrumentenwart und Helmut Brauer als Notenwart. Auf der Jahreshauptversammlung im Jahr 2014 wurde Silke Steinbrink als Instrumentenwartin gewählt. Sie trat somit die Nachfolge von Helmuth Dörge an. Präsent ist das Blasorchester Anemolter-Schinna u. a. bei den Schützenfesten in Schinna, Liebenau, Stolzenau und Steyerberg sowie auf diversen festlichen Anlässen in der Umgebung.
Die regelmäßigen Übungsabende finden jeweils am Freitag in der Zeit von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Anemolter statt. Wer Interesse hat, kann einfach in dieser Zeit vorbeischauen.